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Die Best Practice Guidelines des europäischen Projekts GreenJOBS sind ab sofort veröffentlicht und frei verfügbar. Die Publikation zeigt, wie aus stillgelegten Untertage-Kohlebergwerken neue Perspektiven für erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und qualifizierte Beschäftigung entstehen können – und richtet sich insbesondere an politische Entscheidungsträger:innen, zuständige Behörden, Bergwerksbetreiber sowie weitere Akteur:innen für einen gelungenen Strukturwandel.
Mit den nun veröffentlichten Best Practice Guidelines stellt das Projekt GreenJOBS eine praxisorientierte Handreichung für die Transformation ehemaliger Steinkohlestandorte bereit. Die Publikation bündelt technische, wirtschaftliche und arbeitsmarktbezogene Erkenntnisse des Projekts und macht sie öffentlich zugänglich.
Adressiert werden vor allem europäische, nationale und regionale politische Entscheidungsträger sowie Behörden, die Maßnahmen für einen gerechten Übergang in Kohleregionen planen und umsetzen. Ebenso richtet sich die englischsprachige Publikation (Titel: „Best Practice Guidelines: Leveraging the competitive advantages of end-of-life underground coal mines to maximise the creation of green and quality jobs“) an Eigentümer und Betreiber stillgelegter oder vor der Schließung stehender Untertage-Kohlebergwerke. Darüber hinaus bietet sie auch Umweltbehörden, NGOs, Investor:innen, Projektentwickler:innen, Gewerkschaften, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Bürgerinitiativen wertvolle Orientierung.
Vom Forschungszentrum Nachbergbau (FZN) wirkten Dr. des. Julia Haske und Dr.-Ing. Tansel Dogan als Expertinnen für die gelingende Transformation von ehemaligen Bergbaugebieten sowohl in dem europäischen Projekt GreenJOBS, als auch bei der Publikation der Best Practice Guidelines mit und brachten hierzu ihre Expertise ein.
Die Leitlinien zeigen auf, wie ehemalige Bergbaustandorte zu Zentren für saubere Energie, Energiespeicherung, Rohstoffrückgewinnung und neue Wertschöpfung werden können.
Dr. des. Julia Haske
Dr.-Ing. Tansel Dogan
Behandelt werden unter anderem Geothermie aus Grubenwasser, Photovoltaik und Windkraft auf Halden, Speicherlösungen, grüner Wasserstoff sowie Ansätze der Kreislaufwirtschaft und Flächenrestaurierung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, welche Berufsprofile, Kompetenzen sowie Aus- und Weiterbildungsangebote für diesen Wandel erforderlich sind.
