Forschungszentrum Nachbergbau

Bergbau hinterlässt Spuren. Mit ihnen verantwortungsvoll umzugehen, ist nicht nur bei uns in Deutschland, sondern international eine große Herausforderung.

Im weltweit einzigartigen Forschungszentrum Nachbergbau (FZN) kümmern wir uns deshalb um die dringenden Fragen, die kommen, wenn der Bergbau geht. Wir untersuchen interdisziplinär, wie sich die komplexen Aufgaben rund um Zechenschließung und Folgenutzung gestalten lassen – und nehmen vor allem die Zukunftspotenziale in den Blick. Die Technische Hochschule Georg Agricola (THGA) in Bochum bietet dabei den perfekten Ausgangspunkt, die Bergbaufolgen zu erkunden.

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Was Nachbergbau bedeutet

Wir verbessern die Konservierung von Industriekultur. Dazu arbeiten wir eng mit Materialwissenschaftlern des Deutschen Bergbau-Museums Bochum zusammen.
Wir kümmern uns um das Geomonitoring nachbergbaulicher Prozesse und nutzen dazu Satellitendaten, 3D-Modelle oder Tiefseesonden ebenso wie alte Karten.
Wir sehen nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen und entwickeln u. a. neue Ideen zur Nachnutzung alter Bergbauflächen.
Wir schaffen die wissenschaftlichen Grundlagen für ein nachhaltiges Wassermanagement in ehemaligen Bergbaurevieren – über und unter Tage.

Nachbergbau ist all das, was nach der eigentlichen Rohstoffgewinnung passiert – ein weites Feld, das genügend Stoff für spannende, ingenieurwissenschaftliche Forschung liefert. Wir untersuchen den Nachbergbau mit modernem Monitoring, legen ihn unter das Mikroskop und entdecken seine Potenziale ganz neu! Dabei legen wir aktuell den Fokus auf die so genannten Ewigkeitsaufgaben des Steinkohlenbergbaus und untersuchen, was notwendig ist, um frühere Bergbauregionen zukunftsfähig zu machen. Dazu stehen wir im direkten Dialog mit Behörden, Verbänden und Hochschulen weltweit.

Zum Thema Nachbergbau

Unsere Forschungsschwerpunkte

Ewigkeits­aufgaben
und
Grubenwasser­management

Geomonitoring

im Alt- und Nachbergbau

Material­wissenschaften

zum Erhalt und zur Neunutzung des industriellen Erbes

Reaktivierung und
Transition

3 Fragen zum Thema Nachbergbau

 

Prof. Dr. Ulrich Paschedag

„Nachbergbau ist kein Elfenbeinturm.“

 

Prof. Dr. Christian Melchers

„Ewigkeit dauert 25 Jahre, danach wird ohnehin neu gedacht.“

 

Prof. Dr. Tobias Rudolph

„Nachbergbau ist für mich ein großes Puzzle.“

 

Prof. Dr. Michael Prange

„Man kann nicht alles bewahren.“