DroMoMatKliKult

Einsatz von Drohnentechnologie zur Detektion und zum Monitoring von Materialschäden durch klimawandelbedingte Umwelteinflüsse auf Industriekultur

Der Projektfokus liegt auf einem teilautonomen, softwaregestützten Schadensüberwachungssystem für technische Kulturdenkmale. Exemplarisch wird es am denkmalgeschützten Fördergerüst des Weltkulturerbe Rammelsberg/Harz entwickelt. Bedingt durch den anthropogen beschleunigten Klimawandel sind die Denkmale der Industriekultur deutlich höheren Belastungen ausgesetzt. Lange Dürreperioden und Hitze heizen die Stahlkonstruktionen stärker auf, als zuvor. Starkregenereignisse „schrecken“ die Konstruktion schlagartig ab, oft verbunden mit hohen Windauflasten.

 © FZN

Projektziele

Herkömmliche Überwachungsverfahren (z.B. mittels eines Hubsteigers oder der Einsatz von Industriekletterer:innen) sind aufwendig, kostenintensiv und erfordern spezialisiertes Personal. Das geplante System des Projektes automatisiert und integriert sämtliche Schritte der Monitoring-Arbeit – von der Flugplanung über die Datenerfassung mittels Drohnen durch Integration von RGB, thermalen und multispektralen Sensoren, KI-gestützte Schadensanalysen, photogrammetrische Verortung bis hin zur Darstellung und Archivierung – in einer einzigen Plattform. Dies ermöglicht eine niedrigschwellige, reproduzierbare und effiziente Zustandsbewertung, auch für Anwender:innen ohne technische Vorkenntnisse wie Restaurator:innen, Historiker:innen oder Denkmalpflegepersonal.

Methodik

Basierend auf Erkenntnissen aus der Machbarkeitsstudie „Material | Umwelteinflüsse | Modellbildung auf und von Objekten der Industriekultur im Ruhrgebiet“ (MUM | InduKult Ruhr) und Vorarbeiten versucht DroMoMatKliKult die Schritte zu automatisieren. Dazu nimmt das FZN-Team die Herausforderung an, in den komplexen Gebäudestrukturen von Schachtgerüsten eine automatisierte Flugplanung umzusetzen, die eine Datenerfassung auch durch Flug-Laien ermöglicht. Die Datenauswertung soll mit KI-Ansätzen erfolgen, um auch hier Verantwortliche für die Indistriekultur (Historiker:innen, Konservator:innen, Archäolog:innen, …) in die Lage zu versetzten, eine Schadensdetektion mehr oder weniger automatisiert vornehmen zu können.

Projektlaufzeit

01.04.2026 – 31.03.2028

Projektförderung

Kooperationspartner

Weitere Informationen:

Kontakt

Dr. rer. nat. Bodo Bernsdorf

TH Georg Agricola
Herner Str. 45
44787 Bochum
Gebäude 2, Raum 102

Tel 0234 968 4210
Mail bodo.bernsdorf@thga.de

Dr. des. Julia Haske

TH Georg Agricola
Herner Str. 45
44787 Bochum
Gebäude 2, Raum 202

Tel 0234 968 4147
Mail julia.haske@thga.de

Jan-Hendrik Sonnhoff, M.Sc.

TH Georg Agricola
Herner Str. 45
44787 Bochum
Gebäude 2, Raum 008

Tel 0234 968 4147
Mail jan-hendrik.sonnhoff@thga.de