Mit der Veröffentlichung „Research Fund for Coal and Steel: A Summary of the findings of the coal research technical groups: 2024“ hat das Publikationsbüro der Europäischen Union die Wirkung zentraler Forschungsprojekte für die Transformation der europäischen Kohleregionen hervorgehoben. Der Bericht analysiert 29 Projekte mit einem Gesamtbudget von 79 Millionen Euro und zeigt, wie Forschung konkrete Beiträge zur klimaneutralen Zukunft und zur Stärkung der regionalen Resilienz leistet.
Besonders hervorzuheben ist, dass die FZN-Projekte CoalHeritage und GreenJOBS als Beispiele mit besonders hohem Impact für die Umsetzung des European Green Deal und des Just Transition Mechanism genannt werden. Insgesamt ist das FZN an 9 der 29 analysierten Projekte beteiligt. Dies unterstreicht unsere aktive Rolle im europäischen Transformationsprozess.
Die Publikation wurde bei der Europäischen Kommission in Brüssel vorgestellt und verdeutlicht die zunehmende politische Bedeutung von Forschungsthemen wie der Nachnutzung ehemaliger Bergbauinfrastruktur, der Minderung von Methanemissionen, der ökologischen Renaturierung sowie einem nachhaltigen Grubenwassermanagement. Damit zeigt der Bericht nicht nur die bisherigen Erfolge, sondern benennt zugleich zentrale Handlungsfelder für die weitere Gestaltung des Strukturwandels in Europa.
Die europaweiten Forschungsprojekte liefern wichtige Impulse für den weiteren europäischen Austausch zur Zukunft (ehemaliger) Kohleregionen. Vor diesem Hintergrund wird derzeit ein High-Level-Event der Research Executive Agency vorbereitet, das am 29. September 2026 vom Forschungszentrum Nachbergbau im Deutsches Bergbau-Museum ausgerichtet wird.
Die Veranstaltungsreihe zählt zu den zentralen strategischen Dialogformaten der europäischen Forschungsförderung und bringt regelmäßig hochrangige Vertreter:innen der Europäischen Kommission, nationaler Ministerien, Forschungsorganisationen, Industrie sowie regionaler Transformationsakteure zusammen. Im Mittelpunkt stehen politische Perspektiven, strategische Prioritäten und die Frage, wie Forschungsergebnisse wirksam in konkrete Maßnahmen und nachhaltige Entwicklungen in den Regionen überführt werden können.
Das geplante Event in Bochum wird insbesondere jene Themen aufgreifen, die auch im aktuellen RFCS-Bericht als entscheidend für die Zukunft der Kohleregionen identifiziert wurden: U.a. die Umweltfolgen des Kohleausstiegs, die Nachnutzung und Renaturierung von Bergbauflächen, ein nachhaltiges Wassermanagement sowie der internationale Austausch von Erfahrungen und Lösungsansätzen.
Damit setzt sich der europäische Dialog fort, wie Forschung, Politik und Praxis gemeinsam zur erfolgreichen Transformation beitragen können. Die in der aktuellen Publikation hervorgehobenen Projekte leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und bilden zugleich eine inhaltliche Grundlage für die kommenden Diskussionen auf europäischer Ebene.



